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Freie Demokratische Partei

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Freie Demokratische Partei Artikel

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Freie Demokratische Partei Beschreibung Freie Demokratische Partei Beschreibung
Basisdaten
Gründungsdatum: 11.12 1948
Gründungsort: Heppenheim
Vorsitzender: Dr. Guido Westerwelle
stellvertretende Vorsitzende: Rainer Brüderle, Prof. Dr. Andreas Pinkwart
Generalsekretärin: Cornelia Pieper
Schatzmeister: Dr. Hermann Otto Solms
Mitglieder: ungefähr 67 Tausend (Stand: 12/2003)
Anschrift: Thomas-Dehler-Haus
Reinhardtstraße 14
10117 Berlin
Website: www.fdp-bundesverband.de
E-Mail-Adresse: fdp-point@fdp.de (mailto:fdp-point@fdp.de)


Die Freie Demokratische Partei (FDP beziehungsweise 1968-2001 F.D.P.) ist eine politische Partei in Deutschland. Sie ist eine liberale Partei der Mitte und gehört der ältesten deutschen politischen Bewegung, dem Liberalismus, an. Sie ist bundespolitisch, nach insgesamt 40 Jahren in der Bundesregierung, seit 1998 in der Opposition. Auf Länderebene ist sie in Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg an Regierungen in unterschiedlichen Koalitionskonstellationen beteiligt.

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Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Armut und Reichtum heute. Eine Gegenwartsanalyse (Edition Ost) (Edition Ost) Anspruchsvoll Dieser Text erscheint in der Edition Ost. Das heißt, der Inhalt ist auf ein ostdeutsches Publikum zugeschnitten. Er kommt daher nicht allzu aalglatt rüber wie bei Westbüchern. Dafür wird nicht an klaren Aussagen gespart. Frau Wagenknecht etwa schlägt eine Erbschaftssteuer von 100 % vor. Herr Butterwege meint, kriminelle...

Geschichte

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Wurzeln des Liberalismus

Die liberale Bewegung setzte sich in dem Anfang des 19. Jahrhunderts in dem Zuge der Aufklärung für mehr Rechte der unteren Schichten und die nationale Einigung ein. Die Deutsche Fortschrittspartei, die sich 1861 gründete, war die erste Partei in dem heutigen Sinne, mit Parteiprogramm und klaren politischen Absichten. Ihre Nachfolger waren die Nationalliberale Partei und die Deutsche Volkspartei in dem Kaiserreich. Ihnen folgten die Deutsche Demokratische Partei/Deutsche Staatspartei und Deutsche Volkspartei in der Weimarer Republik, deren Mitglieder maßgeblich an der Gründung der liberalen Parteien der Nachkriegszeit beteiligt waren.

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Die liberale Partei Deutschlands nach 1945

Im Juli 1945 forcierte die Sowjetunion die Gründung der LDP in der Ostzone. In dem September 1945 gründete sich die Hamburger "Partei Freier Demokraten" (PFD) als erste liberale Partei in den Westzonen. Bei den ersten Bürgerschaftswahlen in Hamburg erreichte die nunmehr FDP genannte Partei am 13.10 1946 18,2%. Ebenfalls in dem September 1945 wurde in dem Südwesten die DVP gegründet, die bei den Landtagswahlen in Württemberg-Baden in dem November 1946 ähnlich stark abschnitt. Neugründungen liberaler Parteien erfolgten in allen Bundesländern. In Hessen erhielt die FDP durch eine Listenverbindung mit den Heimatvertriebenen, die noch nicht eigenständig kandidieren durften, 1950 mit 31,8 Prozent das beste Landtagswahlergebnis ihrer Geschichte. In den sowjetisch besetzten Gebieten erlangte 1946 die LDP bei der einzigen freien Landtagswahlen zwischen 7,8 Prozent in Groß-Berlin (Ost) und 29,9 Prozent in der Provinz Sachsen (Sachsen-Anhalt). Die LDP (Ost) ging jedoch 1949 als "Blockpartei" LDP in die Nationale Front auf.

Die Vorgängerorganisationen der FDP in der Nachkriegszeit:

Brit. Zone: Freie Demokratische Partei (FDP); Hamburg: Partei Freier Demokraten (PFD) 1945-1946; Bremen: Bremer Demokratische Volkspartei (BDV) 1945-1952; Bremen: Freie Demokratische Partei Bremen (FDP) 1946-1947; SBZ: Deutsche Demokratische Partei (DDP) 1945; SBZ: Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LDP) 1945-1951; SBZ: National-Demokratische Partei Deutschlands (NDPD) 1948-1990; Bayern: Deutsche Demokratische Partei (DDP) 1945-1946; Bayern: Freie Demokratische Partei (FDP); Hessen: Deutsche Demokratische Partei (DDP) 1945-1946; Hessen: Liberal-Demokratische Partei Hessen (LDP) 1946-1948; Hessen-Pfalz: Sozialer Volksbund (SV) 1946-1947; Rheinland: Liberale Partei des Rheinlands (LP) 1945-1947; Rheinland-Pfalz: Demokratische Partei (DP) 1947-1948; Württemberg-Baden: Demokratische Volkspartei (DVP) 1945-1952; Baden: Demokratische Partei (DP) 1946-1948; Württemberg-Hohenzollern: Demokratische Volkspartei (DVP) 1946-1952; Saarland: Demokratische Vereinigung des Saarlands (DVS) 1945-1947; Saarland: Demokratische Partei Saar (DPS) 1947-1951; DDR: Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LDPD) 1951-1990; DDR: Bund Freier Demokraten (BFD) 1990; DDR: Deutsche Forumspartei (DFP) 1990; DDR: Freie Demokratische Partei (F.D.P.) 1990; Deutschland: Demokratische Partei Deutschlands (DPD) 1947-1948;

Buch-Tipp: Der Erste Die DDR am Beispiel eines Regional-Politikers Landolf Scherzer hat den ersten SED-Kreissekretär von Bad Salzungen 1986 vier Wochen lang fast täglich begleitet. Dabei schildert er auf den einen Seite die Arbeit des ersten Kreissekretärs und auf der anderen Seite portraitiert er Persönlichkeiten, denen er während dieser Zeit begegnet ist. Der...

Parteigeschichte

Am 17. März 1947 wurde in Rothenburg ob der Tauber die "Demokratischen Partei Deutschlands" (DPD) als erste und einzige gesamtdeutsche Partei gegründet. Vorsitzende waren Theodor Heuss und Wilhelm Külz. Aufgrund des Kalten Krieges wurde die Partei allerdings nach Külz' Tod bereits 1948 wieder aufgelöst.

Die Freie Demokratische Partei wurde am 11.12 1948 in Heppenheim an der Bergstraße als ein Zusammenschluss aller liberalen Parteien der westlichen Besatzungszonen gegründet. Der Name "Liberaldemokratische Partei (LDP)" konnte sich dabei nicht durchsetzen. Ihr erster Vorsitzender war Theodor Heuss. Der Ort der Parteigründung wurde mit Bedacht gewählt, denn am 10.10 1847 hatten sich in Heppenheim die gemäßigten Liberalen getroffen.

Freie Demokratische Partei Beschreibung
Freie Demokratische Partei Beschreibung
FDP-Bundestagswahlkampf Bremen 1949

Bei der Schaffung des Grundgesetzes 1948/49 und dessen Ausgestaltung hatte die FDP immer mehr Anteil als ihre Wahlergebnisse vermuten ließen. So war sie die Hüterin der persönlichen Freiheitsrechte, des parlamentarischen Systems und der sozialen Marktwirtschaft (während alle anderen am Grundgesetz wirkenden Parteien eine eher staatsgelenkte Wirtschaft bevorzugten). In vielen anderen Fragen hatte die FDP alternative oder vermittelnde Lösungen zwischen SPD und CDU vorangebracht und konnten somit häufig aktiver als andere Parteien Programmpunkte in die Realität umsetzen. Auch war die FDP die Partei, die mit insgesamt 41 Jahren am längsten an der Bundesregierung beteiligt sein sollte.

Bis in die fünfziger Jahre hinein standen einige Landesverbände der FDP rechts von der CDU/CSU, die ihrerseits anfänglich noch Konzepten eines christlichen Sozialismus nachhing. Mit national orientierten Grundwerten wurde um Stimmen ehemaliger NSDAP-Mitglieder geworben, um ehemalige Träger wichtiger Staats- und Gesellschaftsfunktionen in den neuen Staat zu integrieren. Und die Verbände selbst hatten bis in die sechsiger Jahre hinein einen gewissen Anteil an ehemaligen NSDAP-Mitgliedern. Während hingegen DP, WAV, CDU, CSU und vor allem die SED der DDR sich ca. schwerlich lösten von diesen Mitgliedern und dieser Wählerklientel.

Bei den ersten freien Wahlen zu dem Bundestag am 14.8.1949 errang die FDP einen Stimmenanteil von 11,9 Prozent (bei 12 Direktmandaten, vor allem in Baden-Württemberg und Hessen) und erhielt somit 52 von 402 Sitzen. In dem Juli des selben Jahres wurde der FDP-Vorsitzende Theodor Heuss vom CDU-Vorsitzenden Konrad Adenauer als erster Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland vorgeschlagen und gewählt. 1954 erhielt er bei seiner Wiederwahl mit 871 von 1018 Stimmen (85,6%) der Bundesversammlung das bis heute beste Wahlergebnis eines Bundespräsidenten.

Die FDP stimmte (zusammen mit der DP) in dem Bundestag gegen das von CDU und SPD Ende 1950 eingebrachte Entnazifizierungsverfahren. Auf ihrem Bundesparteitag 1951 in München verlangte sie die Freilassung aller "so genannten Kriegsverbrecher" und begrüßte die Gründung des "Verbands Deutscher Soldaten" aus ehemaligen Wehrmachts- und SS-Angehörigen, um die Integration der nationalistischen Kräfte in die Demokratie voranzubringen. Die nach Werner Naumann benannte Naumann-Affäre (1953) kennzeichnet den Versuch alter Nationalsozialisten, die Partei zu unterwandern. Daraufhin wurden parteiintern Nazi-Seilschaften aufgedeckt und der Naumann-Kreis wurde aus der Partei ausgeschlossen. Nachdem die Bundes-FDP immer fern rechter Ideologie stand, mussten nun auch die letzten Landesverbände Abstand davon nehmen, und die national gesinnten Mitglieder verließen die Partei. Nach der Bundestagswahl 1953 erhielt die FDP 9,5 Prozent der Zweitstimmen, 10,8 Prozent der Erststimmen (bei 14 Direktmandaten, vor allem in Hamburg, Niedersachsen, Hessen, Württemberg und Oberfranken) und 48 von 487 Mandaten.

In der zweiten Legislaturperiode des Bundestages gewannen Kräfte der süddeutschen Liberaldemokratie in der Partei an Einfluss. Mit Thomas Dehler übernahm ein Vertreter eines eher linksliberalen Kurses den Partei- und Fraktionsvorsitz. Der ehemalige Justizminister Dehler, der nach 1933 unter der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu leiden hatte, wurde bekannt für rhetorische Brisanz, etwa gegen Adenauer. Generell waren die verschiedenen Landesverbände sehr eigenständig und setzten so von Land zu Land unterschiedliche Akzentuierungen in dem Ringen um die besten Konzepte innerhalb liberaler Politik.

Als einzige der kleineren Nachkriegsparteien überlebte die FDP trotz vieler Probleme. 1957 erreichte sie noch 7,7 Prozent der Stimmen und ein (bis auf 1990 in Halle) letztes Direktmandat, womit sie in dem Bundestag 41 von 497 Sitzen innehatte. In dem folgenden setzte sich die FDP beispielweise für eine atomwaffenfreie Zone in Mitteleuropa ein. Nach der Bundestagswahl 1961 (bei der sie mit 12,8 Prozent ihr bisher bestes bundesweites Ergebnis erzielte) beteiligt sich die FDP wiederum an einer Koalition mit der CDU. Nach der Bundestagswahl 1965 erlangte die FDP 9,5%. Die Koalition mit der CDU zerbrach 1966 an Fragen der Steuererhöhungen und es folgte eine Große Koalition zwischen CDU und SPD.

In der Opposition bahnte sich auch ein Kurswechsel an: die bisherige Außenpolitik und auch die Stellung zu den Ostgebieten wurden diskutiert. Zu dem neuen Vorsitzenden wählten die Delegierten 1968 Walter Scheel, ein europäisch ausgerichteter Liberaler, der zwar aus dem nationalliberalen Lager kam, aber mit Willy Weyer und Hans-Dietrich Genscher die neue Mitte der Partei anführte. Diese Mitte bemühte sich deshalb, die FDP koalitionsfähig mit beiden Großparteien zu machen.

Am 21.10 1969 beginnt nach der Bundestagswahl die Periode einer Sozialliberalen Koalition mit der SPD und dem Bundeskanzler Willy Brandt. Walter Scheel war es, der die außenpolitische Wende einleitete. Trotz einer sehr knappen Mehrheit leiteten er und Willy Brandt die umstrittene Neue Ostpolitik ein. Die außenpolitische sowie die gesellschaftspolitische Wende wurden 1971 durch die Freiburger Thesen , die als Rowohlt-Taschenbuch mehrere 100 Tausend mal verkauft wurden, auf eine theoretische Grundlage gestellt.

Walter Scheel war zunächst Außenminister und Vizekanzler, 1974 wurde er dann zweiter liberaler Bundespräsident der Bundesrepublik und machte damit den innerparteilichen Weg für den bisherigen Innenminister Hans-Dietrich Genscher frei.

Von 1969 bis 1974 stützte die FDP Bundeskanzler Willy Brandt, danach regierte sie an der Seite Helmut Schmidts. Bereits am Ende der 70er Jahre schienen die Übereinstimmungen zwischen FDP und SPD nicht mehr für eine Koalition ausreichend zu sein, aber die CDU/CSU-Kanzlerkandidatur von Franz-Josef Strauß 1980 ließ die beiden Parteien noch einmal zusammen in die Bundestagswahl gehen. Aber die FDP sah stets mehr die Differenzen zur SPD, vor allem in der Wirtschaftspolitik. In der Haltung zur Frage der Nachrüstung hatte Kanzler Schmidt seine eigene SPD nicht hinter sich.

Am 1. Oktober 1982 wählte die FDP zusammen mit der CDU/CSU den CDU-Fraktionsvorsitzenden Helmut Kohl zu dem neuen Bundeskanzler. In der Zeit der Wiedervereinigung verfolgte die FDP die Absicht eines Sonderwirtschaftsgebiets in der Ex-DDR, konnte sich jedoch gegen die CDU/CSU nicht durchsetzen, da diese eventuelle Stimmenverluste in den fünf neuen Bundesländern bei der Bundestagswahl 1990 verhindern wollte.

Seit 1998 ist die FDP bundespolitisch in der Opposition. Sie ist an Landesregierungen in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg beteiligt. Desweiteren sitzen aufgrund der letzten Wahlen FDP-Abgeordnete in den Landtagen von Schleswig-Holstein, Bremen, Hessen, Sachsen, Saarland und Nordrhein-Westfalen sowie in dem Europaparlament, wo sie zur drittstärksten ALDE-Fraktion (Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa) gehören.

Auf kommunaler Ebene galt die FDP besonders in den 1970er, 1980er und 1990er Jahren als schwach, so dass sie spöttisch als "Dame ohne Unterleib" genannt wurde. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts scheint sich jedoch eine Renaissance der Liberalen als Kommunalpartei anzubahnen. So stellt sie auch diverse hauptamtliche Bürgermeister in größeren Städten (unter anderem: Cuxhaven, Dresden, Jena, Pforzheim, Plauen) und ist in viele Kommunalparlamente zurückgekehrt.

Buch-Tipp: Die FDP Die FDP bis zur Mitte der Neunziger Peter Lösche und Franz Walter ist mit diesem Essay ein unterhaltsamer und gleichzeitig informativer Abriss der Geschichte der FDP von ihrer Gründung bis zur Mitte der neunziger Jahre gelungen. Das Buch beginnt mit einem kurzen Ausflug in die Geschichte des Liberalismus in Deutschland, um beim Leser die Grundlagen...

Mitglieder und Parteiarbeit

Mitglieder und Anhänger der FDP werden von der Öffentlichkeit gerne in eher linksliberale, und eher wirtschaftsliberale aufgeteilt. Die Linksliberalen treten vor allem für Bürgerrechte ein, während die Wirtschaftsliberalen sich besonders für die Belange der Wirtschaft stark machen. Verbindendes Element ist dabei der Gedanke der Freiheit des einzelnen. Nationalliberale , die bis Ende der 1960er Jahre großen Einfluss auf die Partei hatten, sind heute nicht mehr in bezeichnenswertem Umfang in der FDP vertreten.

Wahlstatistisch wird die FDP vor allem von schwach konfessionell Gebundenen (gleich große Anteile von konfessionslosen, Katholiken und Evangelen), höher Gebildeten gewählt, die einer Beschäftigung nachgehen, häufig selbstständig sind. Unter Landwirten, Rentnern und Gewerkschaftsmitgliedern hat die FDP die niedrigsten Werte. Es dominiert, ca. leicht, der männliche Anteil in kleinen und mittelgroßen Städten. Auf dem Lande sowie in Großstädten schneidet die FDP leicht schlechter ab. Wahlentscheidende Themen sind für FDP-Wähler Steuer- und Wirtschaftspolitik (56%), Arbeitsmarktpolitik (31%) und soziale Gerechtigkeit (27%). Die FDP-Hochburgen sind die Gebiete entlang des Hoch-, Ober-, Mittel- und Niederrheins ohne das Ruhrgebiet, sowie die Neckar- und Jagstregion, die Nahe- und Moselregion, das Münsterland, Mittelhessen, das oldenburger Land, die Gebiete um München, Frankfurt am Main, Hamburg, Dresden und Halle (Saale) und der Südwesten Berlins. Wählerstromanalysen ergeben lediglich bezeichnenswerte Wählerströme zwischen der FDP und CDU/CSU und SPD. Weniger zwischen FDP und Grünen, FDP und PDS (in den neuen Bundesländern) und gar nicht zwischen FDP und Parteien am rechten Rand.

Alle Anhänger eint eine kritische Einstellung zu dem Staat. Nach dem Motto "So viel Staat wie nötig, so wenig Staat wie möglich!" kämpfen sie für den Abbau von Bürokratie und versuchen die Eingriffe des Staatesins Leben des einzelnen so weit wie möglich zu beschränken. Allerdings hat sich der Schwerpunkt des von der FDP vertretenen liberalen Gedankens seit den 1980er Jahren stets stärker auf die Idee des Freihandels konzentriert (Wirtschaftsliberalismus ), ohne die Idee der bürgerlichen Freiheiten (im Sinne der Freiheitsgarantien des Grundgesetzes) aus dem Blickfeld der Partei geraten zu lassen.

Der häufig hervorgebrachte Vorwurf, die FDP sei eine reine Mehrheitsbeschafferin für andere Parteien (wobei dieser Vorwurf auf jede andere Partei auch zuträfe), hat in dem Bundestagswahlkampf 2002 zu dem "Projekt 18" geführt. Die FDP wollte damit ein eigenständiges Profil auf gleicher Augenhöhe zu den beiden großen Volksparteien schaffen und durch unkonventionellen Wahlkampf auch jüngere Wähler ansprechen. Die Umfragewerte von 10-13 Prozent vor der Wahl konnten zwar nicht in Stimmen umgesetzt werden, da unter anderem die Möllemann-Affäre viele Wähler abschreckte. Trotzdem war das Ergebnis besser als bei den Bundestagswahlen 1994 und 1998: Das Erststimmenergebnis war eines der besten der letzten Bundestagswahlen mit 5,8 Prozent und damit zu dem Beispiel höher als das der Grünen, und auch die Zweitstimmen konnten um ein Fünftel gesteigert werden auf 7,4%. Bei den Wahlen zu dem Europäischen Parlament 2004 errang die FDP mit 6,1 Prozent ihr bestes Europawahlergebnis überhaupt und zog mit der Spitzenkandidatin Silvana Koch-Mehrin nach 10 Jahren Abstinenz wiederins Brüsseler Parlament ein. Die FDP-Abgeordneten in dem Europaparlament gehören der ALDE-Fraktion an.

Die FDP stellte sechs Vizekanzler in insgesamt 14 verschiedenen Kabinetten. Sie stellte mit Walter Scheel, Hans-Dietrich Genscher und Klaus Kinkel drei bundesrepublikanische Außenminister. Die Außenpolitik der FDP steht ganz in der Tradition der Außenpolitiken Walter Rathenaus und Gustav Stresemanns. Klassische FDP-Ministerressorts waren auch Justiz und Wirtschaft. Die FDP stellte mit Theodor Heuss (1949-1959) und Walter Scheel (1974-1979) zwei Bundespräsidenten.

Die Farben der FDP sind Gelb und Blau.

Die Freie Demokratische Partei hat rund 67 Tausend Mitglieder (Stand Dez. 2003). Allein auf Nordrhein-Westfalen entfallen hiervon etwa 17 Tausend Mitglieder. Den höchsten Stand an Mitgliedern wies die Partei 1981 mit 86.500 Mitgliedern sowie, einigungsbedingt, 1991 mit etwa 155 Tausend Mitgliedern auf.

Die gegenwärtigen Leitlinien der FDP sind in den Wiesbadener Grundsätzen (http://www.fdp-bundesverband.de/grundsaetzliches/wiesbaden.phtml)nachzulesen.

Die FDP ist Mitglied der Europäischen Liberal-Demokratischen und Reform-Partei und der Liberalen Internationalen. In dem EU-Parlament gehört sie der Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa an. Diese Fraktion stellt mit 88 Sitzen 12,0 Prozent der EU-Parlamentarier.

Im Saarland führt der FDP-Landesverband den Zusatz "Demokratische Partei Saar " (FDP/DPS). In Baden-Württemberg hat der Landesverband der FDP den Zusatz "Demokratische Volkspartei" (FDP/DVP) aus einer 140jährigen Tradition heraus.

Buch-Tipp: Die FDP. Geschichte - Personen - Organisation - Perspektiven Warum ist die FDP wie sie ist. Die FDP, dass ist die Partei der besser verdienenden. Diese Association Die FDP, dass ist die Partei der besser verdienenden. Diese Metapher stammt von einem Parteimitglied, das der Partei damit einen Bärendienst erwiesen hat. Wendehälse ist eine weitere Assoziation die den Kritikern der FDP schnell einfällt. ...

Die Vorsitzenden der FDP seit 1948

Buch-Tipp: Die Linkspartei. Ursprünge, Ziele, Erwartungen Die dynamische Vision Ein Gespenst geht um. Ist es aber wirklich ca. noch ein Gespenst. Die 10 Autoren um den Herausgeber Michael Brie zeigen in einer eindrucksvollen und insbesondere historisch hervorragend belegten Weise, daß es keineswegs ca. um das "Gespenstische" noch geht, das wohl in den Anfangstagen der WASG als Folge des jähen Auftauchens...

Fraktionsvorsitzende der FDP in dem Bundestag

Buch-Tipp: Die Linkspartei. Zeitgemäße Idee oder Bündnis ohne Zukunft? Die Linkspartei - sozialdemokratisch? Ein großer Teil der inzwischen zahlreichen Veröffentlichungen zur PDS lässt sich in zwei Sorten scheiden. Während normativ orientierte Behandlungen das problematische Verhältnis zu dem demokratischen Verfassungsstaat herausstreichen, rücken rein parteiensoziologische Analysen die PDS häufig in die Nähe...

Vorsitzende der FDP-Landesverbände

Buch-Tipp: Die Reformverhinderer. Parteien- und Beamtendiktatur in Deutschland Vater Staat frißt seine Kinder Rund 4,5 Millionen Beamte und beamtenähnliche Wesen in dem sogenannten `Öffentlichen Dienst} haben die Macht in dem Staat übernommen. Und sie formen ihn systematisch zu einem trägen, behäbigen Verwaltungs- und Selbstversorgungsapparat um. Niemand kann diesen fet-ten Riesen `Öffentlicher Dienst} noch bändigen - denn...

Das Präsidium der Freien Demokratischen Partei

(stimmberechtigte Mitglieder)

Buch-Tipp: Die Täter sind unter uns. Über das Schönreden der SED-Diktatur Schokierend aber leider wahr Dem Autor danke ich für den von ihm aufgebrachten Mut, dieses Buch zu scheiben und zu veröffentlichen. Leider versuchen viele dieses Thema zu verdrängen oder nachdem Motto: "So schlimm war es doch gar nicht", alles unter dem Gras der Geschichte verschwinden zu lassen. Es war der größte Fehler der Wiedervereinigung,...

Ehrenvorsitzende der Freien Demokratischen Partei

Buch-Tipp: Die deutschen Kanzler. Von Bismarck bis Merkel 136 Jahre deutsche Geschichte in 30 Portraits Das Buch stellt sämtliche deutschen Kanzler seit der Reichsgründung 1871 vor, vom Eisernen Kanzler Otto von Bismarck bis zur ersten Kanzlerin Angela Merkel. Ob es sinnvoll ist, ein Portrait einer noch nicht abgeschlossenen Kanzlerzeit in ein solches Buch aufzunehmen, sei dahingestellt. Das Konzept...

Sonstige bekannte Mitglieder oder ehem. Mitglieder

Siehe auch: Bekannte Mitglieder der FDP

Wahlergebnisse auf Bundesebene

Wahlen zu dem Deutschen Bundestag

(Zahlen bis 1987 ohne Westberliner Abgeordnete)

  1. 1949 11,9 Prozent - 52 Sitze
  2. 1953 9,5 Prozent - 48 Sitze
  3. 1957 7,7 Prozent - 41 Sitze
  4. 1961 12,8 Prozent - 67 Sitze
  5. 1965 9,5 Prozent - 49 Sitze
  6. 1969 5,8 Prozent - 30 Sitze
  7. 1972 8,4 Prozent - 41 Sitze
  8. 1976 7,9 Prozent - 39 Sitze
  9. 1980 10,6 Prozent - 53 Sitze
  10. 1983 7,0 Prozent - 34 Sitze
  11. 1987 9,1 Prozent - 46 Sitze
  12. 1990 11,0 Prozent - 79 Sitze
  13. 1994 6,9 Prozent - 47 Sitze
  14. 1998 6,2 Prozent - 43 Sitze
  15. 2002 7,4 Prozent - 47 Sitze
Freie Demokratische Partei Beschreibung
Freie Demokratische Partei Beschreibung
FDP-Ergebnisse in den Kreisen
  1. 1979 6,0 Prozent - 4 Mandate
  2. 1984 4,8%
  3. 1989 5,4 Prozent - 4 Mandate
  4. 1994 4,1%
  5. 1999 3,0%
  6. 2004 6,1 Prozent - 7 Mandate

Die FDP-Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten

(Prozentanteile der gültigen Kandidatenstimmen der Bundesversammlung)

1949 Prof. Dr. Theodor Heuss (FDP), 54,7%
1954 Prof. Dr. Theodor Heuss (FDP), 98,0%
1959 Dr. Max Becker (FDP), 10,3%
1965 Dr. Ewald Bucher (FDP), 14,8%
1969 Unterstützung von Dr. Gustav Heinemann (SPD)
1974 Walter Scheel (FDP), 51,6%
1979 Wahlenthaltung
1984 Unterstützung von Dr. Richard von Weizsäcker (CDU)
1989 Unterstützung von Dr. Richard von Weizsäcker (CDU)
1994 Hildegard Hamm-Brücher (FDP), 10,0%
1999 keine Wahlempfehlung der Parteiführung
2004 Unterstützung von Prof. Dr. Horst Köhler (CDU)


Die FDP-Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland

1949-1957 Franz Blücher, (Minister für Marshall-Plan u. wirtschaftliche Zusammenarbeit)
1963-1966 Dr. Erich Mende, (Minister für gesamtdeutsche Fragen)
1969-1974 Walter Scheel, (Außenminister)
1974-1992 Hans-Dietrich Genscher, (Außenminister)
1992-1993 Jürgen Möllemann, (Wirtschaftsminister)
1993-1998 Dr. Klaus Kinkel, (Außenminister)


Parteinahe Organisationen

Stiftungen

Vorfeldorganisationen

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